Die Idee
Das spielerische Raufen Kampf ist Energie und Dynamik, ist ehrlich und befreiend. Das partnerschaftliche Raufen beinhaltet das alles, ohne jedoch das Destruktive des Kampfes. Und fügt noch Spaß und Vergnügen hinzu. Man bekommt eine Idee davon, was hier mit Raufen gemeint ist, wenn man an junge Hunde denkt, die im Spiel miteinander balgen.
Es geht also nicht ums Gewinnen oder Verlieren, darum, gegeneinander zu kämpfen. Raufen bedeutet vergnüglich miteinander herumzutollen, viel zu lachen – und kann herrlich wild sein. Es ist eine einvernehmliche körperliche „Auseinandersetzung“, bei der wir unsere Kraft und die unseres Gegenübers spüren können, die uns unsere Körper auf eine ganz eigene, intensive Weise erleben lässt. Wir betreten dabei einen geschützten Erfahrungsraum, in dem wir uns auch auf Themen, Situationen und Gefühle einlassen können, die sonst eher ausgeblendet werden.
In unseren Workshops experimentieren wir mit verschiedenen Formen und Aspekten des spielerischen Kämpfens. Diese freundschaftlichen Konfrontationen müssen nicht immer wie Ringkämpfe aussehen (keine Sorge: an Ringkampf mangelt es uns nicht). Sie können aus alltäglichen Situationen heraus entstehen mit Regeln, die wir beim Herumspielen selbst erfinden – und die sich jederzeit ändern können. Aber bekommen wir diese Regeln auch immer mit? Und wenn nicht? Es gibt alles zwischen sehr intensivem Körperkontakt und dem vollkommenen Fehlen körperlichen Kontakts. Beim Raufen können wir, wie bei Kissenschlachten, Gegenstände verwenden. Nicht zuletzt kann Raufen sehr sinnlich und sexy sein.
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